Zur richtigen Zeit das Richtige tun
Die Idee, Zeit oder Gehaltsansprüche umzuwandeln, gilt sowohl für die betriebliche Altersversorgung als auch für Arbeitszeitkonten. Immer mehr Unternehmen nutzen die Vorteile flexibler Arbeitszeitmodelle wie Altersteilzeit, Langzeit- oder Lebensarbeitszeitkonten, um betriebliche Prozesse variabler zu gestalten und besser auf Marktschwankungen reagieren zu können. Damit kommen sie auch dem immer breiter vorhandenen Bedürfnis der Arbeitnehmer entgegen, ihre Arbeitszeit flexibel zu gestalten.
Wir betreuen Sie in folgenden Bereichen:
- Beratung zu verschiedenen Arbeitszeitmodellen
- Durchführung und Bewertung von Ausschreibungen
- Einrichtung und Modellierung des Arbeitszeitmodells
- Beratung hinsichtlich des Insolvenzschutzes
- Einführung des Insolvenzschutzmodells
Flexibilisierung von Arbeitszeit
Die Bandbreite der Ausgestaltung von Arbeitszeitkonten reicht dabei von jahresbezogenen Gleitzeitmodellen bis hin zu Lebensarbeitszeitkonten. Eine entsprechende gesetzliche Grundlage bildet das Gesetz zur sozialrechtlichen Absicherung flexibler Arbeitszeitregelungen (Flexi-Gesetz), das seit dem 1.4.1998 in Kraft ist.
Anders als die Betriebliche Altersversorgung dienen die Zeitkonten nicht der Finanzierung des Ruhestandes. Vielmehr sollen sie die flexible Gestaltung der Zeit des Erwerbslebens ermöglichen. Die Einrichtung von Zeitkonten zeichnet sich durch attraktive Vorteile sowohl für den Arbeitgeber als auch den Arbeitnehmer aus. Neben direkten bilanziellen Auswirkungen und positiven Liquiditätseffekten für den Arbeitgeber, profitiert der Arbeitnehmer durch eine nachgelagerte Besteuerung.
Durch die Flexibilisierung der Arbeitszeit gewinnen Unternehmen einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. Hier eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten: Sie können das Modell als Qualifizierungsinstrument für die Mitarbeiter einsetzen. Darüber hinaus können Sie sich als moderner Arbeitgeber positionieren, d.h. die Einrichtung von Arbeitszeitkonten zur Gewinnung und Bindung von qualifiziertem Personal einsetzen. Für Arbeitnehmer liegt der Vorteil darin, dass sie nicht ausgezahlte Zeitguthaben oder Bruttoentgeltbestandteile zum Aufbau von Wertguthaben nutzen können. So bietet ihnen die flexible Arbeitszeit beispielsweise die Möglichkeit der Inanspruchnahme des vorgezogenen Ruhestandes.
Die Möglichkeit der Einbringung bzw. der Entnahme können relativ frei zwischen dem Arbeitgeber und seinen Mitarbeitern ausgestaltet werden.

Heute verfügt bereits mehr als ein Drittel aller Beschäftigten in Deutschland über ein Arbeitszeitkonto und ihr Anteil ist steigend. Die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen dieser Entwicklung auf Produktivität und Beschäftigung sind spürbar: Nach der Aufnahme der Arbeitszeitkonteneffekte in die Arbeitszeitrechnung zeigt sich, dass die gesamtwirtschaftliche Arbeitszeit stärker auf Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Produktion reagiert als bisher angenommen. Damit können Arbeitszeitkonten beschäftigungsstabilisierend wirken, da Beschäftigungs- und Produktionsschwankungen zunehmend aufgehoben werden.
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